Willkommen im Mönchguter Land

Das Zwitschern der Vögel am frühen Morgen, die aufgehende Sonne und das sich leicht wiegende Gras der Wiesen künden von einem neuen Tag. Einem Tag im Mönchguter Land, dieser Jahrhunderte alten Kulturlandschaft im Südosten der Insel Rügen. Das Mönchgut, rund 30 Quadratkilometer groß, ist eine der schönsten Regionen auf dem größten deutschen Eiland. Manche sagen, es sei die schönste überhaupt.

Und fürwahr. Im Mönchguter Land findet der neugierige Gast eine Aneinanderreihung von landschaftlichen Formen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Immerhin werben die Mönchguter auch mit dem Slogan "Wo Land und Meer sich begegnen". Sanfte Hügel, weite Wiesen, kleine Berge, dichte Wäldchen, zerklüftete Steilküsten und viel Wasser. Die landschaftlichen Reize sind es, die das Mönchgut ausmachen. Darauf, und auch auf ihre Traditionen, sind die Menschen die hier leben stolz.

In der Zeit der Slawen hieß das Gebiet noch "Land Reddevitz" und "Insula Zicker". Im Jahre 1252 übernahm das Greifswalder Kloster Eldena erstgenanntes für 30 Mark und einer jährlichen Rente von sechs Mark vom Rügenfürsten Jaromar II. Im Jahre 1360 kam auch das "Insula Zicker" zum Klosterbesitz. Nunmehr war hinter dem sogenannten Mönchgraben eine kleine Welt geschaffen, die die Menschen nur recht selten verließen. Den Mönchgraben finden Sie im Ostseebad Baabe. Kurz vor dem Ortseingang aus Richtung Sellin kommend, auf der linke Seite steht eine Tafel, die dem interessierten Gast erklärt, was der Mönchgraben eigentlich ist. Soviel sei an dieser Stelle verraten. Er schlängelt sich von der Ostsee bis zum Baaber Bollwerk quer durch das Land. Den Rest müssen Sie schon selber nachlesen.

Nun sind Sie also im Mönchguter Land, wenn Sie den Mönchgraben überschritten haben. Die Ostseebäder Baabe, Göhren und Thiessow sowie die Erholungsorte Middelhagen und Gager mit ihren kleinen Ortsteilen finden Sie auf der Mönchguter Landkarte vor. Göhren ist die heimliche "Hauptstadt", heißt es hinter vorgehaltener Hand auch ab und an unter den Einheimischen. Den anderen Orten macht dies nichts aus. Stehen sie doch jeder für sich mit ihren Geschichten, Traditionen und Attraktionen, an denen sich der Gast jederzeit erfreuen kann.

Wenn Sie viel Wissenswertes über die Historie, die Menschen und das Land erfahren wollen, dann sind Sie in den Mönchguter Museen genau richtig. Eine Lehrerin namens Ruth Bahls hat zu Lebzeiten jedes Exponat, jedes noch so unscheinbar scheinende Stück gesammelt und damit den Grundstein für die Mönchguter Museen gelegt. Das Heimatmuseum, das Rookhus (ein Rauchhaus), der Museumshof und das Museumsschiff "Luise" befinden sich in Göhren. Im Nachbarort Middelhagen ist das Schulmuseum beheimatet. Dort war übrigens auch die Wirkungsstätte von Ruth Bahls, der Mönchguter Lehrerin, an die sich die älteren Einheimischen noch gut erinnern können. Besonders beliebt unter den Gästen sind im Schulmuseum die historischen Schulstunden mit einem Lehrer und der Zensurenvergabe. Erinnern Sie sich manchmal auch noch an Ihre Schulzeit ?