Die Halbinsel Jasmund

Die grüne Halbinsel mit ihrer Hafenstadt Im Nordosten der Insel Rügen finden Sie die Halbinsel Jasmund mit der weißen Hafenstadt Sassnitz vor. Das besondere an Jasmund sind die weiten grünen Wälder und das in der Sonne strahlende Weiß der Kreideküsten.

Der Königsstuhl im Nationalpark Jasmund, übrigens dem kleinsten in der Bundesrepublik Deutschland, ist die beliebteste Touristenattraktion neben dem Kap Arkona und der Selliner Seebrücke. Dor haben bereits Kaiser und Könige gestanden, und den herrlichen Blick auf die Kreideküste und die Wellen der blauen Ostsee genossen.

Auf der Halbinsel Jasmund finden Sie allerdings neben der Stadt Sassnitz auch die Ortschaften Lohme, Sagard und Glowe. Lohme beispielsweise liegt direkt am Hochufer und verfügt über einen kleinen aber feinen Wasserwanderrastplatz. Darauf ist die Gemeinde, die den Titel Luftkurort anstrebt, besonders stolz. Und auch in Sagard verbinden sich frühere Traditionen mit der heutigen Entwicklung. Sagard war das erste Bad auf der Insel Rügen überhaupt.

Das war im Jahre 1794. In Glowe finden Sie einen weißen endlos scheinenden Strand vor, der sich entlang der Schaabe bis zum benachbarten Seebad Breege/Juliusruh hinzieht. Alle drei Orte sind eine Reise oder einen Besuch wert, wenn Sie, liebe Leserinnen und Leser, hier auf Rügen weilen. Schließlich wäre dann noch die bereits erwähnte Hafenstadt Sassnitz.

Früher hieß es "Nach Rügen reisen, heißt nach Sassnitz reisen". An dieses Motto wollen die Gastronomen und Hoteliers in der knapp 12.000 Einwohner zählenden Gemeinde wieder anknüpfen. Mit dem Stadthafen und dem unweit gelegenen Fährhafen Sassnitz im Ortsteil Mukran hat Sassnitz zwei Attraktionen, die ihresgleichen suchen. Das tägliche Leben der Fischer im Stadthafen und der internationale Linienverkehr im Fährhafen in mehrere Länder sind interessant anzuschauen.

Am besten, Sie kommen selber einmal auf die Halbinsel Jasmund, dort wo die Farben weiß und grün bestimmend sind. Der Nationalpark Jasmund befindet sich auf der gleichnamigen Halbinsel der Insel Rügen und ist mit seinen 3.003 Hektar der kleinste Nationalpark dieser Art in der Bundesrepublik Deutschland.

Besonders markant in diesem Areal ist die höchste Erhebung, der Piekberg mit 161 Metern. Er sowie die Steilküste an der Ostsee und das große zusammenhängende Waldgebiet Stubnitz zeichnen dieses Schutzgebiet aus. Ein Besuch lohnt sich immer, aber auch von der See ist dieser Landstrich der Insel eine wahre Augenweide. Genuß von der See, denn von dort aus wird dem Betrachter die Größe und auch die Schönheit erst so richtig bewußt.

Von den insgesamt 3.003 Hektar sind 2.123 Hektar Wald sowie 673 Hektar Ostseefläche. Die restlichen Flächen des Nationalparks unterteilen sich Moore, Wiesen und Weiden. Auch einige Straßen und Siedlungsflächen gehören dazu. Sie erreichen den Nationalpark von Sassnitz aus oder auch vom großen Parkplatz in der Nähe der Ortschaft Hagen bei Lohme.

Übrigens, Ihr Auto können Sie dort getrost abstellen, das Befahren ist nämlich untersagt. Mit Kutschen, Fahrrad oder auch dem Zubringerbus gelangen Sie an das Ziel. Die ersten Spuren von Menschen in diesem Gebiet lassen sich bis ca. 5.000 v. Chr. zurückverfolgen. Zahlreiche Bodendenkmäler im Nationalpark erinnern an die unterschiedlichen Zeiten der Besiedlung. Großsteingräber, Funde von Siedlungsresten und Hügelgräber sind in den zurückliegenden Jahren gefunden und teikweise durch das Rügener Nationalparkamt gepflegt und registriert worden.

Als besonderer Anziehungspunkt erweist sich der Königsstuhl, eine kleine Aussichtsplattform, die den Blick direkt an der Küste auf die nahe Ostsee und die links und rechts liegenden Wälder freigibt. Auch die Wissower Klinken, die berühmten Kreidefelsen von Caspar David Friedrich werden von unzähligen Besuchern besichtigt. Hier kann man die jüngste Vergangenheit noch gefühlt werden. Lange ausgedehnte Spaziergänge oder auch eine Radtour sind immer wieder ein unvergleichliches Erlebnis in dieser einzigartigen Natur.

Aufstiege von der Küste an der Steilküste entlang führen Sie direkt vom Strand in die waldigen Höhen. Von hier aus können Sie auch das Einlaufen der großen Fährschiffe in den Mukraner Fährhafen beobachten, Segelschiffe und Frachter in Richtung Skandinavien ziehen vorbei. Wenn Sie sich in diesem Gebiet befinden, dann versäumen Sie auch nicht, sich in der Hafenstadt Sassnitz oder auch den Ortschaften auf der Halbinsel Jasmund umzusehen.